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Sphinx Observatory: Aussicht auf 3571 Metern

Die höchste Aussichtsplattform der Schweiz. Ein Schnellaufzug bringt Sie in 25 Sekunden zum spektakulärsten Panorama der Alpen.

3571m Höhe
Forschungsstation
Im Ticket inklusive
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Ticket-Verfügbarkeit

Höhe

3571m

Höchste Aussicht der Schweiz

Aufzugfahrt

25 Sek

108 Meter Höhenunterschied

Aussicht

4 Länder

CH, DE, FR, IT

Eintritt

Inklusive

Im Jungfraujoch-Ticket

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Das Sphinx Observatory: Wissenschaft trifft Aussicht

Das Sphinx Observatory ist weit mehr als eine Aussichtsplattform. Es ist eine internationale Forschungsstation, ein architektonisches Wunderwerk und der Ort mit der spektakulärsten Aussicht in der Schweiz. Auf 3571 Metern über Meer thront die markante Kuppel auf einem Felsvorsprung – benannt nach der mythologischen Sphinx, an deren Form der Fels erinnert.

Für Besucher des Jungfraujochs ist die Sphinx-Terrasse das absolute Highlight. Ein ultraschneller Aufzug überwindet 108 Höhenmeter in nur 25 Sekunden. Oben angekommen öffnet sich ein Panorama, das den Atem raubt: Der Aletschgletscher erstreckt sich in seiner vollen Pracht, umrahmt von Viertausendern.

Die Aussicht: Was Sie sehen können

An klaren Tagen reicht die Sicht vom Sphinx Observatory über 200 Kilometer weit. Sie überblicken:

  • Aletschgletscher: Mit 23 Kilometern der längste Gletscher der Alpen, UNESCO Welterbe
  • Viertausender: Eiger (3967m), Mönch (4107m), Jungfrau (4158m) aus nächster Nähe
  • Schweizer Mittelland: Bis nach Bern und darüber hinaus
  • Vogesen (Frankreich): Bei besten Bedingungen am Horizont sichtbar
  • Schwarzwald (Deutschland): An besonders klaren Tagen erkennbar
  • Monte Rosa (Italien): In südlicher Richtung
Beste Zeit für Fotos

„Die Morgenstunden bieten das weichste Licht und die klarste Sicht. Ab etwa 10 Uhr können sich Wolken bilden. Für Fotografen: Die Sphinx-Terrasse hat Panoramafenster nach allen Seiten – ideal für Rundumaufnahmen ohne störende Reflexionen, wenn Sie nah ans Glas gehen."

Die Forschungsstation

Unter der markanten Kuppel des Sphinx Observatory befindet sich keine Sternwarte im klassischen Sinn, sondern eine High Altitude Research Station. Seit 1937 werden hier wissenschaftliche Messungen durchgeführt – ununterbrochen, jeden Tag.

Was hier erforscht wird:

  • Atmosphärenforschung: Luftqualität, Ozonwerte, Treibhausgase
  • Klimadaten: Langzeit-Temperaturmessungen, Niederschlag, UV-Strahlung
  • Glaziologie: Entwicklung des Aletschgletschers
  • Astronomie: Sonnenbeobachtung, kosmische Strahlung
  • Medizin: Studien zur Höhenanpassung

Die Forschungsstation ist Teil des internationalen Netzwerks HFSJG (High Altitude Research Stations Jungfraujoch and Gornergrat) und beherbergt Wissenschaftler aus aller Welt. Die extreme Höhe macht sie zu einem idealen Standort für Messungen, die in tieferen Lagen nicht möglich wären.

Für Besucher: Die Kuppel

Die markante Kuppel selbst ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich – sie beherbergt wissenschaftliche Instrumente. Die Aussichtsterrasse befindet sich auf dem Dach des Hauptgebäudes, direkt unter der Kuppel. Von hier aus haben Sie den vollen 360-Grad-Blick.

Geschichte des Sphinx Observatory

Der Bau des Sphinx Observatory war eine Pionierleistung der Alpinarchitektur. 1931 begannen die Arbeiten auf dem exponierten Felsvorsprung. Arbeiter mussten Material bei extremer Kälte und dünner Luft nach oben transportieren. 1937 wurde die Station eingeweiht.

Der Name „Sphinx" stammt von der Form des Felsens, auf dem das Observatorium steht. Aus bestimmten Blickwinkeln erinnert er an die liegende Sphinx von Gizeh. Ein passender Name für einen Ort, der bis heute Rätsel der Atmosphäre und des Klimas erforscht.

Praktische Informationen

Zugang zum Sphinx Observatory

  1. Fahren Sie mit Jungfraubahn zum Jungfraujoch (3454m)
  2. Folgen Sie den Schildern „Sphinx"
  3. Nehmen Sie den Schnellaufzug (kostenlos, im Ticket enthalten)
  4. In 25 Sekunden erreichen Sie die Terrasse auf 3571m

Kleidung und Ausrüstung

Die Sphinx-Terrasse ist im Freien. Auch im Sommer kann es hier bitter kalt sein, mit Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Packen Sie:

  • Warme Jacke (Winddicht empfohlen)
  • Mütze und Handschuhe
  • Sonnenbrille (die Reflexion vom Schnee ist intensiv)
  • Sonnencreme mit hohem LSF

Höhenanpassung

Auf 3571 Metern ist der Sauerstoffgehalt der Luft rund 35% geringer als auf Meeresniveau. Bewegen Sie sich langsam, atmen Sie bewusst und nehmen Sie sich Zeit. Bei Schwindel oder starken Kopfschmerzen: Sofort hinunter zur Jungfraujoch-Station.

Persönliche Empfehlung

„Nehmen Sie sich 15-20 Minuten Zeit allein auf der Sphinx-Terrasse. Die meisten Besucher machen ein paar Fotos und fahren wieder runter. Wer bleibt, erlebt die Stille der Hochalpen – nur der Wind und das Knarren des Eises. Ein meditatives Erlebnis auf 3571 Metern."

Weitere Attraktionen am Jungfraujoch

Nach dem Sphinx-Besuch erkunden Sie die anderen Highlights:

  • Eispalast: Kunstvolle Eisskulpturen im Inneren des Gletschers
  • Alpine Sensation: Multimediale Ausstellung zur Bahngeschichte
  • Plateauweg: Spaziergang auf Schnee und Eis
  • Lindt Swiss Chocolate Heaven: Schokoladen-Erlebnis
  • Mönchsjochhütte: 45-Minuten-Wanderung über den Gletscher (Sommer)

Häufige Fragen zum Sphinx Observatory

Kostet das Sphinx Observatory extra?

Nein, der Zugang zur Sphinx-Aussichtsterrasse ist im Jungfraujoch-Ticket enthalten. Sie zahlen keinen separaten Eintritt.

Ist die Terrasse bei jedem Wetter geöffnet?

Bei extremen Wetterbedingungen (Sturm, Gewitter) kann die Außenterrasse gesperrt werden. Die Innenräume und der Aufzug bleiben zugänglich. Das Personal informiert vor Ort.

Kann ich die Forschungsstation besichtigen?

Die eigentliche Forschungsstation ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Die Aussichtsterrasse und die öffentlichen Bereiche bieten jedoch Informationstafeln über die wissenschaftliche Arbeit.

Wie viel Zeit sollte ich einplanen?

Für die Sphinx-Terrasse allein reichen 15-30 Minuten. Planen Sie für das gesamte Jungfraujoch 3-4 Stunden ein.